Ingeborg Krölke

Als Kind prügelte sie sich mit Jungs und sprang über Eisschollen – heute vertraut Ingeborg Krölke (76) auf Buddha und meditiert mehrmals am Tag. Ihre wahre Liebe fand sie vor fast 30 Jahren in ihrem Beruf: 1989 eröffnete sie ihr eigenes Kosmetikgeschäft mit Fußpflege in Berlin-Moabit und kann sich seitdem nichts Schöneres mehr vorstellen.

Ingeborg Krölke reckt sich mit ihren 1,56 m Körpergröße so hoch sie kann. Der große Kerl, der sie um Kopfeslänge überragt, hat gerade ihre Geldkassette vom Tresen genommen und denkt, sie hätte das nicht gesehen. Wütend greift sie ihm vorn in sein T-Shirt und dreht den Stoff inklusive seiner Brusthaare in ihrer Faust. „Stellste die die Dose wieder hin oder soll ich zuschlagen?“ Ihre Augen sind dabei fest auf ihn gerichtet. Dann wird ihr plötzlich bewusst, wie absurd das wirken muss – diese kleine wütende Frau, die dem Mann noch nicht einmal zur Schulter reicht, aber keine Angst vor ihm hat. Doch sie dreht das T-Shirt nur noch fester in ihrer Hand. Natürlich könnte der Dieb sie einfach beiseite schieben, aber das ist ihr jetzt egal. In ihrem Geschäft wird nicht geklaut. Basta! Und tatsächlich: Ihre Entschlossenheit zeigt Wirkung. Kleinlaut stellt der Mann die Geldkassette wieder auf ihren Platz und verlässt das Geschäft. Bei Ungerechtigkeiten lässt Ingeborg Krölke so schnell nicht locker. Damit bekam sie schon in der Schule Ärger, wenn sie sich für Mitschüler einsetzte.

Wilde Jugend

Als Ingeborg 1941 in Werder geboren wird, ist ihr Vater gerade seit drei Jahren an Land. Der Seemann hatte sich in Ingeborgs Mutter Margot verliebt und dann für sie der See den Rücken gekehrt. Sein Fernweh muss er jedoch seiner Tochter Ingeborg mitgegeben haben, denn die macht sich mit fünf Jahren mit ihrem kleinen Handkarren auf, um die Welt zu erkunden. Das kleine Mädchen läuft mehrere Kilometer weit, bis sie eine Nachbarin vor der Glindower Dorfkirche heulend findet und auf dem Gepäckträger wieder nachhause bringt. „Meine Mutter war heilfroh, denn die hatte schon verzweifelt die Havel abgesucht.“

Als sie älter wird, entwickelt sich das Einzelkind immer mehr zu einem Wildfang. Angst kennt sie keine. Sie ist wild und impulsiv. „Wenn es hieß ‚trauste dich?‘, war ich immer dabei,“ erinnert sie sich lachend. Sie klettert auf Bäume, schleicht sich in Nachbargärten, um Birnen zu klauen und prügelt sich mit Jungen, um sich als einziges Mädchen durchzusetzen. Fasziniert vom Roman „Onkel Toms Hütte“ spielt sie mit den Nachbarjungen die Fluchtszene der jungen Sklavin im Roman nach. „Bei uns auf der Havel hatten die Fischer das Eis aufgehackt, um zu angeln. Kaum waren die weggegangen, sind wir auf die Eisscholle gesprungen und dann prompt eingebrochen.“ Die Fischer müssen Ingeborg und ihre Freunde aus dem eiskalten Wasser ziehen. „Ich bekam dann zweimal Senge. Einmal von dem Fischer, der mich rausgezottelt hat und als ich nachhause kam nochmal.“

Da sich ihr Vater kurz nach ihrer Geburt freiwillig zur Armee gemeldet hat, wächst Ingeborg mit ihrer Mutter und der Großmutter auf. „Meine Mutter hat oft zu mir gesagt, ,du bist wie meine Mutter!’, und das klang nicht freundlich“, sagt Ingeborg Krölke und lacht. Ihre braunen Augen funkeln dabei verschmitzt über den Goldrand ihrer Brille hinweg. Sie trägt ihr blondiertes Haar kurz, aber gerade so lang, dass es ihre beiden Hörgeräte überdeckt. Ihr weißer Kittel und die weißen Handschuhe hätten bei jemand anderem vielleicht streng gewirkt. Doch Ingeborg Krölke strahlt so viel Fröhlichkeit aus, dass man meint, man blicke direkt in die Augen eines jungen Mädchens.

„Meine Mutter war ein schickes Ding, groß und schlank und immer knallrote Fingernägel. Sie konnte nicht kochen, nicht backen, aber fuhr Auto und konnte Klavier spielen.“ In das von Ingeborgs Großeltern gepachtete Kino „Lindenpalast“ in Werder kommen damals oft bekannte Schauspieler zu den Vorführungen. Elegant gekleidet blüht die Mutter bei diesen Treffen förmlich auf. „Sie war wie ein Pfau im Hühnerhof,“ sagt Ingeborg Krölke kichernd und zupft die Finger eines Gummihandschuhs zurecht.

Trennung vom Vater

Doch nach dem Krieg ist alles anders. Die Vorführgeräte sind demontiert und das Kino geschlossen. Werder gehört nun zur russischen Besatzungszone und das Leben ist alles andere als fröhlich. Als der Vater 1945 aus dem Krieg zurückkehrt, beginnt der jedoch für die Menschen im Ort Musik zu machen. Der große, dunkelhaarige Mann lässt viele den düsteren Alltag vergessen, wenn er voller Lebensfreude Schifferklavier spielt, Step tanzt oder Shantys auf Englisch singt. Dies ist den Russen allerdings ein Dorn im Auge. Sie zwangsverpflichten ihn für die Bergwerksarbeit in Aue, von wo er bald danach in den Westen flüchtet. „Meine Mutter fuhr dann manchmal rüber zu ihm mit Wodka und kam mit grüne Heringe zurück. Das war damals ein begehrter Artikel,“ sagt Ingeborg Krölke mit dem typischen Berliner Dialekt, der keinen Dativ kennt.

1947 nimmt ihre Mutter sie einmal mit zu ihrem Vater, der mittlerweile in Hamburg wohnt. Als Bürger der sowjetischen Besatzungszone können sie nur illegal mit Schleusern über die schwach bewachte grüne Grenze in die Westzone außerhalb Berlins. Auf dem Hinweg geht alles gut, aber auf dem Rückweg werden sie von den Russen gestellt und verhaftet. Nach drei Tagen in einem Lager und einem Stempel im Reisepass, wagen sie es nicht, die Grenze noch einmal zu passieren – die Familie ist somit getrennt.

Ab 1948 wird auch in Westberlin die DMark der Westzone eingeführt. So gibt es plötzlich zwei Währungen in der Stadt. Schnell ist die Westmark doppelt soviel wert wie die unbeliebte Ostmark und wird zum wichtigen – aber illegalen – Tauschmittel.  Ingeborgs Vater schickt der Familie regelmäßig Geld auf ein Konto in Berlin, von dem die Mutter abhebt, um zu tauschen bzw. damit einzukaufen. Das ist verboten, und als sie eine Vorladung wegen Devisenvergehens erhält, ist klar, dass sie verhaftet werden soll. „Das war ein richtig schweres Vergehen,“ erläutert Ingeborg. „Sie wäre ins Zuchthaus und ich ins Heim gekommen“. Ihre Mutter will das auf jeden Fall verhindern.

Flucht in den Westen

So kommt es, dass Ingeborg 1955 mit ihrer Mutter in eine S-Bahn nach Berlin steigt im festen Glauben, es wäre ein normaler Besuch bei ihrer Tante in Neukölln. Doch als sie sicher im Westteil angekommen sind, eröffnet ihr ihre Mutter, dass sie nicht wieder zurückfahren werden. „Ich habe ein Riesentheater gemacht, ich hatte ja mein ganzes Leben in Werder verbracht, hatte meine Freundinnen dort und sollte nun alles nie wiedersehen.“ Ingeborg wehrt sich mit Händen und Füßen und wird schließlich von der Mutter und der Tante eingesperrt. „Ich musste schwören, nicht abzuhauen, erst dann haben sie mich wieder rausgelassen.“

Es ist tatsächlich anfangs nicht einfach für die Vierzehnjährige. Der Vater, den sie acht Jahre lang nicht gesehen hat, soll nun plötzlich zusammen mit ihnen in einem kleinen Zimmer in Rudow leben. Doch die anfängliche Befangenheit verfliegt schnell. „Mein Vater und ick verstanden uns auf Anhieb.“ Doch Ingeborg kann sich an die Großstadt nur schlecht gewöhnen. Ihr fehlen die Natur, der Sport, ihre Freunde. „Ich habe mich in Neukölln anfangs gar nicht über die Straße getraut bei dem Verkehr.“

Hinzu kommt, dass Ingeborg, die immer eine gute Schülerin war, im Westen kein Abitur machen kann. Ihr fehlen die Fremdsprachen, denn sie hat nur Russisch gelernt. Also beginnt sie eine Lehre als Industriekauffrau und verdient ihr erstes eigenes Geld – 75 Mark im ersten Lehrjahr. Die Arbeit macht ihr Spaß und nach drei Jahren darf sie bereits in der Finanzbuchhaltung arbeiten. „Ich war erst 18 und kriegte schon 320 Mark. Da war ich ganz stolz.“

Hochzeit, Kinder und Scheidungen

Über ihre Eltern lernt Ingeborg ihren ersten Mann Kurt kennen. Sie selbst findet ihn eigentlich uninteressant, aber die Neugier siegt. „Ich hatte ja keinen Freund und die Mädchen erzählten immer so viel,“ erinnert sich Ingeborg Krölke lachend. „Da ist es dann passiert und meine Tochter Martina war auch gleich unterwegs. Wir haben dann 1961 geheiratet.“ Sie heiratet nur, weil die Konventionen dies verlangen. „Ich wollte, dass mein Kind ehelich geboren wird, aber den Mann wollte ich nicht. Deshalb habe ich mich gleich wieder scheiden lassen.“ Ihre Eltern unterstützen sie mit ihrem Kind. Vor allem ihr Vater kümmert sich liebevoll um die kleine Martina, so als wolle er nachholen, was er bei seiner eigenen Tochter versäumt hatte.

Es ist auch ihr Vater, der Ingeborg zwei Jahre später mit dem Mann zusammenbringt, dessen Namen sie trägt: „Krölke“. „Er sah aus wie mein Vater – sehr gut aussehend.“ Er macht ihr an der Straßenbahnhaltestelle einen Heiratsantrag und will nicht eher einsteigen, bis er ihre Antwort hat. Doch Ingeborg lässt sich Zeit. Eigentlich wollte sie ja nicht mehr heiraten. Es ist seine Hartnäckigkeit, die dann doch ihren Widerstand bricht: „Ja gut, damit du endlich deine Bahn kriegst“, sagt sie schließlich. Sie heiratet 1964 zum zweiten Mal und bekommt 1967 eine zweite Tochter: Viola. 12 Jahre später lässt sie sich jedoch erneut scheiden. Der Mann ist als Fernmeldetechniker oft im Ausland und lässt sie mit den beiden Kindern allein. Als sie dann auch noch herausfindet, dass er mit ihren besten Freundinnen anbandeln wollte, zieht sie einen Schlussstrich. „Ich habe ihn zur Rede gestellt und ihm gesagt, bei mir ist bei sowat Feierabend.“

So konsequent sie ist, wenn sie merkt, dass eine Beziehung für sie nicht mehr funktioniert, so sehr glaubt sie aber immer noch, dass sie eines Tages den Richtigen finden wird. Und tatsächlich verliebt sie sich erneut. „Ich habe wirklich sehr, sehr schöne Jahre mit Norbert verbracht“, erinnert sich Ingeborg Krölke seufzend. Endlich hat sie ihre große Liebe gefunden, wie sie damals meint. Für Norbert wird sie zur Hausfrau, hat endlich genug Zeit für ihre Kinder und verwöhnt ihren Lebensgefährten so gut sie kann. „Der wusste ja nicht mal, wo ein Wasserglas steht. Ich habe ihm die Türen aufgemacht, wieder zugemacht und ihm seine Sachen hingelegt.“

Enttäuschung und Aufbruch

Lange scheint alles perfekt. Dann kommt ihr Partner plötzlich von einer Geburtstagsfeier nicht mehr nachhause. Vor Sorge wird Ingeborg fast verrückt. Irgendwann ruft er an, verlangt nach frischer Wäsche, die sie ihm ins Geschäft schicken soll, kommt aber nicht nachhause. Erst am dritten Tag erfährt Ingeborg von einem Freund, dass ihr Lebensgefährte mit einer anderen Frau zusammen ist. Ingeborg Krölke hält kurz inne beim Erzählen und sagt dann kichernd: „Manchmal denke ich heute, dass er sich nicht nachhause getraut hat, weil ich wohl mal im Freundeskreis gesagt habe, ich würde ihm bei Betrug im Schlaf sein Ding scheibchenweise abschneiden.“ Da ist es wieder, das junge Mädchen mit dem Schalk in den Augen.

1987 steht Ingeborg Krölke somit plötzlich auf der Straße. Der Mann ist weg, sie hat weder Wohnung noch Arbeit und sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. In ihren alten Beruf der Finanzbuchhaltung kann sie nicht zurück, da dort mittlerweile Computer eingesetzt werden. Das hat sie damals nicht gelernt. Doch sie hat ein gutes Netzwerk von Freunden und Nachbarn. Als erste hilft ihr ihre Kosmetikerin, die ihr einen kleinen Aushilfsjob in ihrem Geschäft anbietet. Schon bald merkt Ingeborg, dass ihr dieser Beruf großen Spaß macht und sie Talent hat. Sie möchte unbedingt mehr darüber lernen. Also fährt eine Nachbarin mit ihr alle Ausbildungsschulen ab, bis sie sich für eine entschieden hat und mit 46 Jahren eine Ausbildung als Kosmetikerin und Fußpflegerin beginnt.

In dieser Zeit leidet Ingeborg immer noch sehr unter der großen Enttäuschung, die sie in ihrer Beziehung erlebt hat. Zwölf Jahre lang hatte sie keine Sorgen, war verliebt, reiste viel und ging in der Rolle der Hausfrau vollkommen auf. Jetzt fühlt sie sich wie betäubt. Doch sie sucht nach Möglichkeiten, um besser damit umzugehen und ist offen für Neues. Bei der Heilpraktikerin Yashi Kunz belegt sie Kurse zur Selbstheilung, Homöopathie, Fußreflexzonentherapie, zum autogenen Training und vor allem zur Meditation. Sie lernt, wie man gedanklich durch den ganzen Körper geht und dabei Zelle für Zelle anspricht. Die Beschäftigung mit sich und die Kontaktaufnahme mit ihrem Körper tun ihr gut, und sie meditiert auch heute noch jeden Tag mehrmals.

Vorher

1989 schließt sie ihre Ausbildung erfolgreich ab und kann im Mai 1989 bereits ihr eigenes Kosmetikgeschäft in der Lübecker Straße in Berlin-Moabit eröffnen. Es ist ein großes Projekt, das sie fast allein, bzw. mit der Unterstützung guter Freunde und natürlich mit Handwerkern stemmt. Das Ladengeschäft muss vollständig saniert und umgebaut werden. In einem Fotoalbum hat sie die Anfangszeit dokumentiert. Die grellen Tapeten aus den 70er Jahren hängen in Streifen von der Wand, dahinter das rohe Mauerwerk und überall Staub und Dreck. Die gesamte Ausstattung ist aus
den 60er Jahren und muss komplett ersetzt werden. Nach und nach entsteht aus den dunklen Räumen mit niedrigen Decken, ein einladendes helles Geschäft mit Spiegelschränken, Kronleuchter und Erinnerungsstücken von Reisen.

Vertrauen

Ingeborg Krölke ist voller Energie, doch die Selbständigkeit ist auch schwer. „Ich hatte ja praktisch kaum Geld und es war Glück, dass meine Lebensversicherung gerade fällig wurde. Die habe ich dann komplett ins Geschäft gesteckt.“ Sie ist fest davon überzeugt, dass die Dinge immer gut ausgehen werden – egal wie schwierig sie gerade scheinen. „Ich fühle mich immer beschützt und glaube fest an den Spruch meiner alten Tante: Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“ Diesen Spruch hat sich Ingeborg an die Wand gehängt. „Es gab schon so oft Situationen, wo ich dachte, oh Gott, Monatsende, Miete, Krankenkasse, Versicherung. Dir fehlt noch soundsoviel. Und dann habe ich gedacht, bleib ganz ruhig, es sind noch zwei Tage.“

In einem ihrer Behandlungsräume steht ein großer hölzerner Buddha. Immer, wenn Ingeborg Krölke mit einem Problem zu kämpfen hat, geht sie zu ihm und umgreift seine nach oben gereckten Holzhände. Sie empfindet dann tiefe Ruhe und Kraft und ist ganz bei sich. Sie ist überzeugt, dass neben guten Freunden auch er seinen Anteil daran hat, dass sie immer wieder wie durch ein Wunder aus finanziellen Engpässen gerettet wurde. „Immer, wenn ich mit ihm gesprochen hatte, kam plötzlich eine Kundin und wollte eine Sauerstoffbehandlung oder einen Wickel oder ein 10er-Abo – das sind meine teuersten Angebote. Da war ich dann jedesmal gerettet. Ick mach mir da heute gar keinen Kopp mehr.“

“Meinen Schnupfen habe ich am Wochenende.”

Allerdings verlässt sie sich nicht in allem auf Buddha, sondern weiß auch, dass vieles durch sie selbst entstanden ist. „Ich habe vor allem von meinem Vater viel gelernt. Er legte immer sehr viel Wert auf Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Fleiß. Er hat immer gesagt ‚des Soldaten Pünktlichkeit ist fünf Minuten vor der Zeit‘.“ Es sind wohl vor allem der Fleiß und das Durchhaltevermögen, die Ingeborg Krölke prägen. „Ich muss schon die Treppe runterfallen und mich nicht mehr bewegen können, dass ich im Bett bleibe. Aber ansonsten bin ich immer hier. Meinen Schnupfen habe ich am Wochenende.“ Warum sollte sie auch zuhause bleiben, wenn sie in ihrer Arbeit keine Belastung, sondern eine Bereicherung sieht? Sie möchte auf jeden Fall solange arbeiten wie möglich, wenn es geht, sogar noch zehn Jahre. Dann ist sie 87.„Ich bedaure all die Menschen, die wirklich denken, ach schon wieder Montag. Ich kann mir keinen schöneren Beruf als meinen vorstellen und komme immer gern in mein Geschäft.“

Ingeborg betreut viele ihrer Kunden schon jahrelang. Mit viel Einfühlungsvermögen berät sie junge Menschen zu ihren Akneproblemen oder verordnet manch älterem Herrn, er möge zu seinen Füßen „nett sein“ und sie ordentlich pflegen. „Da ist mein Alter ein Vorteil, denn ich kann auch mal schimpfen,“ sagt Ingeborg lachend. Zu ihren Kunden hat sie oft eine ganz besondere Beziehung, da viele ihr sehr private Dinge erzählen. Sie hilft bei allen Problemen so gut sie kann. Oft reicht schon ein gutes Gespräch oder jemanden in den Arm zu nehmen. „Einige kommen mit hängendem Kopf und wenn sie gehen, sind sie ein bißchen aufgemuntert. „Das macht mich glücklich!“

Die wahre Liebe

Ingeborg Krölke liebt die Menschen, das merkt jeder, der mit ihr zu tun hat. Kundinnen, die aufgrund ihres Alters nicht mehr kommen können, betreut sie zuhause oder in ihrem Pflegeheim weiter. Für andere, die direkt von der Arbeit zu ihr hetzen, kauft sie extra Brot ein, damit sie erst einmal etwas zu essen bekommen. Vor einiger Zeit hat sie eine Sammelaktion gestartet. In ihrem Geschäft steht ein Regal mit Büchern, die sie von ihren Kunden geschenkt bekommt. Gegen eine kleine Spende kann sich jeder etwas aussuchen. Mit diesem Geld unterstützt sie zwei Kitas in der Nachbarschaft, die davon Bastelsachen oder Spiele kaufen können.

Mit fast allem ist Ingeborg Krölke im Reinen – ihrem Beruf, ihrem Leben, ihren Kindern. Aber mit einem kann sie sich nicht abfinden: ihrem schlechten Gehör. In den stressigen Anfängen ihrer Selbständigkeit wurde ein Hörsturz nicht erkannt und somit nicht behandelt. Seitdem hört sie jedes Jahr schlechter. „Da klappt irgendwie die Zusammenarbeit mit Buddha nicht“, sagt Ingeborg lachend. „Ich weiß einfach nicht, was mir das Universum da beibringen möchte. Vielleicht Abschalten.“ Für sie ist das ein großer Kummer. Sie kann weder richtig Radio hören, noch ins Kino oder Theater gehen. Neuen Kunden sagt sie daher anfangs Bescheid, damit sie möglichst deutlich mit ihr sprechen. Und wenn sie einen Anrufer nicht versteht, reicht sie schon mal den Hörer an eine Kundin weiter, damit die für sie die Informationen aufnimmt. „Irgendwie komme ich schon klar. Ich weiß ja, ich kann da nichts dran ändern.“

Manchmal denkt sie noch daran zurück, wie hilflos sie sich fühlte, als ihre große Liebe sie verließ. „Heute denke ich, ich würde mich sehr gern bei ihm bedanken. Hätte er mich damals nicht verlassen, wäre ich nicht die, die ich heute bin.“ Durch ihn hat sie ihre wahre Liebe erst gefunden. Und die hält nun schon fast 30 Jahre: Ein selbstbestimmtes Leben in ihrem Traumberuf.

Ingeborg Krölke trifft man hier:

Fußpflege u. Kosmetisches Institut Ingeborg Krölke
Lübecker Str. 44
10559 Berlin

Tel / Fax: 030 3941244

Leonie von Arnim

Leonie von Arnim (45) wusste lange nicht, wer sie eigentlich ist. Als Teenager hing sie als Punk in U-Bahnstationen ab. Später wechselte sie zu Siegelring und Perlenkette und tanzte mit dem deutschen Adel. Ihr Kreativität lebte sie als Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern aus, bevor sie später Burger und Kosmetik in Szene setzte. Nach einer Sinnkrise ist sie heute endlich bei sich angekommen und arbeitet als integrative Gestalttherapeutin und Heilpraktikern für Psychotherapie in Berlin. 

Leonie von Arnim ist eine große Frau. Dennoch blickt sie nicht herab. Ganz im Gegenteil: Leonie blickt in Menschen hinein. Sie tut es ganz unbewusst, doch ihr offenes Lächeln und ihre hellen freundlichen Augen lassen einen nicht so einfach los. Alles an ihr lädt ein, will kennenlernen, will verstehen und nimmt an. So versteht sie sich auch: „Ich glaube, dass sich jeder Mensch im Grunde öffnen möchte. Ich biete das gern an, aber verurteile auch niemanden, der es nicht tut.“

Die geborene Hamburgerin hat ihr Interesse an den Menschen mittlerweile zu ihrem Beruf gemacht. Als Gestalttherapeutin bietet sie Unterstützung an, um zu sich selbst zu finden und so zu leben, wie es sich richtig anfühlt. Diesen Prozess hat sie selbst sehr intensiv durchlebt, denn viele Jahre wusste sie nicht so genau, wer sie ist und wo sie hingehört. Leonies Eltern stammen beide aus Familien mit langer Tradition – ihr Vater aus der preußischen Adelsfamilie der „von Arnims“ und ihre Mutter aus einer hanseatischen Bankiersfamilie. Es fällt schwer, sich Mustern und Werten zu entziehen, wenn diese seit Jahrhunderten unbewusst weitergegeben werden. „Im Vordergrund stand bei uns immer, die Familie möglichst gut nach außen darzustellen. Dabei ging es um Macht, keine Gefühle zu zeigen, stark zu sein und zu leisten.“

Leben in New York

Was man tun durfte und was nicht, war klar begrenzt. „Als meine Mutter Journalismus studieren wollte, musste sie meinem Vater versprechen, sich weiter zu pflegen – also die Nägel zu lackieren – und nicht zu verwahrlosen.“ Dieser Einblick in das Weltbild von Leonies Vater lässt erahnen, wie eng die Grenzen der Freiheit gezogen waren und wie schwer es war, sie zu durchbrechen. Als Leonie ein Jahr alt ist, wird der Vater beruflich nach New York versetzt und die Familie zieht mit ihm nach Amerika. Mit der räumlichen Distanz zu Deutschland – und somit zur Familie – gibt es mehr Spielraum für ein etwas anderes Lebensmodell. Die Mutter arbeitet dort als Korrespondentin für das deutsche Magazin ART.

Leonie hat Glück, denn sie besucht in New York erst einen Montessori Kindergarten und später eine reformpädagogische Schule. Dort kann sie ihre Kreativität voll entfalten, spielt Theater und lernt mit den Händen zu gestalten. Zudem wächst sie eng verbunden mit der Natur auf, da sie viel Zeit im Haus ihrer Eltern auf dem Land verbringt. Insgesamt lebt Leonie zehn Jahre in New York. Ihre Mutter lässt sich scheiden, als sie sich neu verliebt und kehrt schließlich mit der inzwischen elfjährigen Leonie und ihrem neuen Mann nach Deutschland zurück.

Kulturschock in Bayern

Der Kulturschock ist groß, als ihre Mutter sie in ein typisch bayerisches Gymnasium in München einschult. Leonie kann zu diesem Zeitpunkt zwar Deutsch sprechen, nicht jedoch richtig schreiben oder lesen und kennt vor allem niemanden. „Ich war sehr einsam, habe mich total unwohl gefühlt und meine Freunde vermisst. Ich war völlig orientierungslos.“ Auf der Suche nach Freunden probiert Leonie einiges aus. Sie rasiert sich mit vierzehn einen Teil ihrer Haare ab, stellt sie hoch und wird zum Wave-Fan. Sie hängt mit Punks in der U-Bahn ab und hat zwar endlich eine Art Freundeskreis, aber einen, der mit Drogen und Alkohol experimentiert.

Kaum vorstellbar, wenn man Leonie heute trifft. Ihre langen welligen, weißmelierten Haare hat zu einem kleinen Dutt gesteckt, aus dem sich jedoch viele Löckchen einfach wieder herauskringeln. Ihre Kleidung ist leger, denn weder Hose noch Bluse dürfen sie einengen, wenn sie bei ihren Gestalttherapiesitzungen auf einem kleinen Kissen oder im Schneidersitz auf dem Boden sitzt. Doch bis sie zu der wurde, die sie heute ist, war es ein langer Weg.

Bühnenbildstudium 

Leonie lässt sich wenig Zeit, um herauszufinden, was sie beruflich machen möchte. Sie glaubt schon mit 16, sie müsse sofort ihren Weg kennen, um ihn dann zielstrebig verfolgen zu können. Da wäre der Weg in die freie Kunst, denn sie malt schon seit Jahren regelmäßig im Atelier einer Künstlerfreundin ihrer Mutter. Ihre Eltern lieben ihre Bilder und unterstützen sie in ihrer Kreativität, doch vor allem ihr Vater wünscht sich nicht, dass sie tatsächlich Künstlerin wird. Leonie empfindet einen sehr starken inneren Druck, etwas zu finden, dass auch ihren Eltern gerecht wird. Es sollte ein Kompromiss sein zwischen freier Kunst und einer Tätigkeit, mit der sie Geld verdienen kann. Als ihr Cousin Philipp stirbt, fällt Leonie spontan die Entscheidung: „Ich studiere Bühnenbild.“ So wie ihr Cousin. „Ich wusste plötzlich, es ist genau das Richtige für mich.“

Doch nie zuvor hatte sie sich richtig damit auseinandergesetzt. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, geht sie nach Berlin und macht  nach dem Abitur ein Bühnenbildpraktikum am Residenztheater. Es ist eine harte Zeit mit Höhen und Tiefen, aber durch das Praktikum reift in ihr die Entschlossenheit, das Studium wirklich anzugehen. „Ich habe mir gesagt, ich mach das jetzt. Eine Mischung aus Bauchgefühl und Unflexibilität“, sagt Leonie lachend. Während des Praktikums hat sie bereits eine Bewerbungsmappe vorbereitet und stellt sich damit 1993 bei der Kunsthochschule Berlin Weißensee vor. Es ist ihre erste und einzige Bewerbung. Nach einer dreitägigen praktischen Prüfung, bei der sie ein Bühnenbild baut und dabei wahnsinnigen Spaß hat, wird sie angenommen und zieht ganz nach Berlin.

In dem dann folgenden fünfjährigen Studium lernt sie Zeichnen, Dramaturgie, handwerkliches Gestalten sowie Aspekte der Kunstgeschichte. Leonie liebt das Studium und ist glücklich über ihre Entscheidung. Sie lernt, wie man Stücke interpretiert und sie räumlich übersetzt, wie man über Farben,  Größenverhältnisse, Symbolik oder Gegenstände eine eigene Geschichte erzählen kann. „Es geht nicht darum, etwas nur zu bebildern, sondern eine eigene Dramaturgie zu schaffen.“

Dieses Gefühl für Raum, Dramaturgie und das Hineinversetzen in Figuren bzw. Menschen begleitet sie bis heute intensiv in ihrer Therapiearbeit. Im Gespräch lässt sie die Gefühle gemeinsam mit ihren Klienten zu surrealen Bühnenbildern werden, die mit eigener Symbolik der inneren Bilder arbeiten – die innere Stimme, die einen antreibt wie eine Peitsche, das Gefühl der Unfreiheit als bedrückend kleiner Raum, Nähe und Distanz, Beziehungen dargestellt über Kissen. Leonie hat die besondere Fähigkeit, die ineinander verflochtenen Gefühle zu entwirren. Damit schafft sie Klarheit und erzeugt neuen Antrieb, um eine neue Richtung einzuschlagen.

Erste Schritte auf der eigenen Heilungsreise

Ihr eigener Veränderungsprozess beginnt während des Studiums. Vor allem kommt sie in dieser Zeit mit ihrem zukünftigen Mann Martin zusammen, die „Liebe ihres Lebens“ wie sie sagt. Aber es plagen sie auch unerträgliche Kopfschmerzen, die ihr fast den Lebensmut nehmen. Sie konsultiert viele Ärzte, unterzieht sich zahllosen Untersuchungen, doch eine körperliche Ursache wird nicht gefunden. Erst als ihre Mutter ihr eine Therapeutin empfiehlt, geht sie auf „Heilungsreise“, wie sie es nennt. Es ist zuerst eine Gesprächstherapie, die ihr hilft, die ersten Schritte zu gehen, um herauszufinden, was sie wirklich will und immer mehr ihre eigene Wahrheit zu leben. Sie führt auch dazu, dass sich Leonie nach und nach von ihrer Familie löst, deren Werte und Vorstellungen sie bislang dominiert hatten. Mit Craniotherapie und der Unterstützung durch einen anthroposophischen Schmerztherapeuten schafft Leonie es schließlich, dass der Kopfschmerz sie nicht mehr beherrscht.

Nach dem Studium arbeitet Leonie als Bühnenbildnerin und Szenenbildnerin an verschiedenen Theatern, beim Film und in der Werbung. Sie fühlt sich inspiriert von den kreativen Herausforderungen, ist aber auch sehr eingespannt. Sie muss viel reisen, arbeitet nachts und fühlt sich mit der Zeit  in den Theater- und Filmstrukturen nicht mehr wohl. Wie sehr sie das anstrengt, merkt sie, als ihr Sohn Elias 2005 geboren wird, denn sie ist dankbar für die Arbeitspause. Nach der Geburt ihrer Tochter Nelly 2008 beschließt Leonie, nur noch Werbeprojekte zu machen, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. Doch ihr wird schnell klar, dass ihre Kreativität und ihre Begeisterung für Inhalte dort nur sehr wenig Platz haben. Die Arbeit fällt ihr immer schwerer, und sie versucht daher einen Kompromiss, indem sie sich aus der eigentlichen Produktion zurückzieht. „Ich habe dann nur noch Beispielbilder und -szenen für die geplante Werbung gesucht und Vorschläge zu Lichtstimmung, Schauspielern, Ausstattung von Szenen und Kameraeinstellungen in sogenannten „Moodboards“ erstellt.“

Etwas Neues ausprobieren

Doch immer öfter fragt sie sich: „Was mache ich hier eigentlich?“. Sie sieht keinen Sinn mehr darin, über Dinge wie die Tonalität von Käse auf einem Burger nachzudenken. Zudem arbeitet sie für Marken, deren Werte sie zutiefst ablehnt. Ihr Körper reagiert mit Angstzuständen, Enge in der Brust und Rückenschmerzen. In ihr staut sich mehr und mehr Abscheu und Wut. „Ich bin durch die Wohnung gelaufen und hab ganz laut geschrien, um mich abzureagieren und eines Tages wusste ich, ich kann es nicht mehr.“ Sie hatte das starke Gefühl, dass sie nicht auf der Welt ist, um „das“ zu machen.

Doch was kann sie stattdessen tun? Leonie spürt den inneren Impuls, dass sie im Einklang mit ihren Werten Transparenz, Ehrlichkeit, Offenheit, Liebe und Authentizität leben möchte, weiß aber nicht, wie sie das erreichen kann. Sie probiert vieles aus, geht zu Schamanen und Körpertherapeuten und merkt wie sehr die Arbeit mit Menschen sie fasziniert. Intuitiv beschließt sie, zunächst selbst eine Coachingausbildung zu machen. Bei Hanne Edling lässt sie sich zur psychologischen Beraterin und zum Coach ausbilden und beginnt dann die Ausbildung zur integrativen Gestalttherapeutin und zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Beides schließt sie 2013 ab.

Bei diesen Entscheidungen folgt sie hauptsächlich ihrem Gefühl, hat keinen konkreten Plan, sondern lässt alles auf sich zukommen. Für Leonie ist es zunächst schwer und ungewohnt, dies auszuhalten. Bisher hat sie Dinge sehr zielstrebig und geradlinig verfolgt, um dann schnell Erfolge zu erzielen – eine Denkweise, die sie von ihrer Familie übernommen hat. „Ich weiß noch, wie ich am Anfang dieses Übergangs, als ich keinen richtigen Beruf hatte, auf keine Party gehen wollte. Ich wusste nicht mehr, über was ich mich definieren sollte.“

Im Einklang mit sich selbst

Doch diese Unsicherheit verschwindet mehr und mehr. Leonie versteht, dass es ihr um etwas anderes geht. Sie muss sich nicht mehr definieren über Erwartungen von ihr oder anderen an sich selbst. Sie möchte einfach ihr ganzes Leben und den Beruf im Einklang mit ihren Werten gestalten. Sie möchte sich Zeit nehmen, um sich selbst kennenzulernen und möchte es schaffen, sich zu zeigen genauso, wie sie ist. Auf ihrem Weg gibt sie sich nach und nach immer öfter die Erlaubnis, einfach sie selbst zu sein. Und sie erlebt, dass sie sich dadurch immer freier und unbeschwerter fühlt. „Es ist eine Haltung, die mein ganzes Leben betrifft. Meinen Umgang mit mir, meine Beziehungen, meinen Blick und mein Wirken in der Welt.“

Wo Leonie früher meinte, kontrollieren zu müssen, vertraut sie heute darauf, dass ihr eigener Rhythmus und ihre Art, an Dinge heranzugehen, genau die richtigen sind. Sie erlaubt sich ihr eigenes Tempo, folgt ihrer Intuition und hat sich gelöst von veralteten, fremden Ideen, die bisher ihr Leben bestimmten.

Seit drei Jahren hat Leonie ihre eigene Praxis für Gestalttherapie in Berlin-Mitte. Es ist ein Raum in ihrer Familienwohnung, den sie mit viel Liebe und Sinn für Ästhetik nach ihren Vorstellungen eingerichtet hat. Sie glaubt fest daran, dass Schönheit einer Umgebung einen wichtigen Einfluss auf Heilungsprozesse haben kann. Auf der Erde liegt ein Teppich in warmen Rot- und Orangetönen, in einer Ecke stapeln sich Kissen in allen Farben und Größen. Ein dunkles Holzsideboard mit vielen kleinen Schubladen ist dekoriert mit einem Gesteck aus verschiedenen Gräsern und blühenden Nelken. Daneben glitzernde Mineralien vor einer indischen Statue, geschmückt mit Ketten und Vogelfedern. An der Wand hängen bunte Zeichnungen und auf dem Fenstersims steht ein kleines Wollschwein, das Leonies Sohn Elias gehäkelt hat. Die Sonne wirft helle Lichtstreifen auf zwei Stühle mit weißen Schaffellen.

Es ist Leonies Bühne. Sie hat sie für sich selbst inszeniert, um ein sinnvolles Leben zu führen und ihre Vision zu leben, den Menschen zu dienen.


Leonie von Arnim bietet individuelle Gestalttherapiestunden, aber auch Gruppenveranstaltungen für Frauen an. Gemeinsam mit ihrer Freundin Susanne Feld veranstaltet sie Wochenend-Retreats in Brodowin und Abend-Retreats im Zentrum für Alexandertechnik in Berlin.

Siehe auch: http://www.leonievonarnim.com/termine/

Kontakt:

Leonie von Arnim
Gestalttherapie, Coaching, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Koppenplatz 11
10115 Berlin

Mobil: 0172 304 88 81
Web: www.leonievonarnim.com
Facebook: https://www.facebook.com/leonievonarnim.gestalt/

Fotos: Meike Kenn und Leonie von Arnim